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Kalkablagerungen kosten Energie:
So entkalken Sie Ihre Haushaltsgeräte richtig!

Kalk ist ein Energiefresser! Beispiel Wasserkocher: Ist er verkalkt, bringt er nicht seine volle Leistung, ergo dauert es länger bis zum Sieden des Wassers, und der Energieverbrauch steigt. Um Energie zu sparen, gilt also: Entkalken Sie regelmäßig Geräte, die mit Wasser in Berührung kommen, allen voran Wasserkocher, Kaffee-, Espresso- oder Geschirrspülmaschine. Zumal dadurch als positiver Nebeneffekt die Lebensdauer der Geräte erheblich steigt, was ebenfalls der Umwelt und dem Portemonnaie zugute kommt.

Für das Entkalken müssen Sie nicht zwingend auf teure Chemie zurückgreifen: Lesen Sie hier, mit welchen Hausmitteln Sie Kalkablagerungen wirkungsvoll entgegentreten können.
Geschirrspüler entkalken für ein effizientes Zuhause - Energie sparen mit EWE

Richtig entkalken

Geschirrspüler

Geschirrspüler sind für Kalk anfällig, weil die hohen Temperaturen beim Spülen Ablagerungen begünstigen. Wenn sich der Kalk in Rohrleitungen oder an Bestandteilen, die für den Betrieb wichtig sind, festsetzt, schwächt das die Spülleistung und kostet zudem Energie, da das Erhitzen des Wassers länger dauert. Wird die Gefahr, die von Kalkablagerungen ausgeht, komplett ignoriert, kann die Geschirrspülmaschine deutlich schneller als geplant den Geist aufgeben.

Was tun? Zunächst einmal müssen Sie darauf achten, dass im Alltagsstress nicht hintenüberfällt, die geräteintegrierte Enthärteranlage regelmäßig mit Spezialsalz zu befüllen. Darüber hinaus sollten Sie in regelmäßigen Abständen Wasser mit Zitronensäure mischen und damit verdreckte Stellen händisch reinigen. Anschließend geben Sie ca. zwei Tassen in den Innenraum des (leeren!) Spülers und lassen das Normalprogramm laufen. Wenn Sie diese Prozedur drei- bis viermal pro Jahr wiederholen, werden Sie länger Freude an Ihrem Geschirrspüler haben – und saubereres Geschirr.
Wasserkocher entkalken für ein effizientes Zuhause - Energie sparen mit EWE

Richtig entkalken

Wasserkocher

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat berechnet: Bereits ein Kalkbelag von 5 Millimetern auf den Heizstäben eines Wasserkochers führt dazu, dass im Vergleich zu sauberen Heizstäben bis zu 30 Prozent mehr Energie aufgebracht werden muss. Mal abgesehen davon, dass Kalkreste nicht gerade appetitlich sind.
 
Zum Glück gestaltet sich das wirkungsvolle Entkalken einfach: Geben Sie zu einem halben Liter Wasser eine halbe bis eine Tasse Essig-Essenz hinzu, und lassen Sie es im Gerät aufkochen. 30 Minuten einwirken lassen, abgießen und das Gerät ein- bis zweimal mit normalem Wasser gründlich ausspülen (am besten nochmals aufkochen) – anschließend sollte der Wasserkocher kalkfrei sein. Falls nicht, die Essig-Dosis etwas erhöhen.

Tipp: Schließen Sie angesichts des strengen Essiggeruchs die Küchentür vor dem Entkalken und lüften Sie ausgiebig.
Kaffeemaschine entkalken für ein effizientes Zuhause - Energie sparen mit EWE

Richtig entkalken

Kaffeemaschine bzw. Kaffeevollautomat

Im Internet ist oft zu lesen, dass sich wie für den Wasserkocher auch für Kaffee- und Espressomaschinen oder Kaffee-Vollautomaten Essig zum Entkalken anbiete. Doch Obacht, Essig birgt Risiken:

1. Es besteht die Gefahr, dass Essig gerade in teuren Kaffeeautomaten Metall- und Kunststoffteile angreift und Gummidichtungen porös macht.
2. Der Essig-Geschmack kann trotz Nachspülen länger als gewünscht in der Maschine bleiben und unerwünschten Einfluss auf den Kaffeegeschmack haben.
3. In einigen Gebrauchsanleitungen wird explizit vor dem Einsatz von Essig als Kalkentferner gewarnt, so dass bei Zuwiderhandlung die Gewährleistung entfällt.

Das bessere Hausmittel zum Entkalken von Kaffeemaschinen oder -vollautomaten ist Zitronensäure, deren schonende Wirkung unter anderem von der Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart bestätigt ist. Ein bis zwei Teelöffel Zitronensäure in Wasser auflösen, in den Wassertank des Geräts füllen, anstellen, fertig. Anschließend gut mit normalem Wasser nachspülen.

Eine Alternative zum Hausmittel sind im Handel angebotene Entkalkungstabs, bei denen sich indes ein Blick auf die Zusammensetzung lohnt: Vielfach enthalten die (deutlich teureren) Tabs ebenfalls hauptsächlich nichts anderes als – Zitronensäure.