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Lohnt sich das für Sie?

Mit der Energie der Sonne Solarstrom produzieren, ihn selbst nutzen und so die Umwelt schützen: Das klingt gut! Aber rechnet sich das angesichts der Investitionskosten auch? Und welche Rolle spielen moderne Hausspeichersysteme wie etwa EQOO in diesem Zusammenhang? – Wir haben den Taschenrechner gezückt. 

Einspeisen oder selbst verbrauchen? 

Was sollte ein Hausbesitzer mit dem Strom tun, der auf seinem Dach aus Sonnenenergie erzeugt wurde? Ihn 1. größtenteils selbst nutzen oder ihn 2. ins öffentliche Stromnetz einspeisen, um die EEG-Vergütung zu bekommen?

Solarenergie speichern und selber nutzenUm darauf zu antworten, bedarf es keiner Mathematik-Professur. Aktuell liegt die EEG-Vergütung bei 12,31 Cent für jede Kilowattstunde, die man ins Netz einspeist. Der Strompreis, den der Hausbesitzer selbst für eine kWh an den Versorger bezahlt, beträgt je nach Tarif 28 bis 30 Cent. Ergibt ein Plus von 17,69 Euro, wenn er so viel wie möglich Strom selbst verbraucht. Und für den Strom, der mangels Speicherkapazität nicht selbst genutzt, sondern eingespeist wird, gibt es eine EEG-Vergütung. Es gilt also:

  • Mit der Höhe des Eigenverbrauchsanteils steigt die Rentabilität.
  • Je mehr der Strompreis steigt, desto mehr wird mit jeder selbstverbrauchten Kilowattstunde gespart.
  • In den vergangenen drei Jahren ist die Einspeisevergütung um ca. 7 Cent pro kWh gesunken. Hält diese Tendenz an, wird der Eigenverbrauch gegenüber der Einspeisung immer rentabler.

Speichersysteme immer beliebter 

Nun scheint die Sonne ja nicht immer dann, wenn der Haushalt Solarstrom benötigt. Im Gegenteil: Der meiste Strom wird mittags und am frühen Nachmittag produziert, der Großteil des Stroms am Abend benötigt. Gelöst wird dieses Problem durch einen Photovoltaik-Batteriespeicher. Er speichert den auf dem eigenen Dach erzeugten Strom und gibt ihn wieder ab, wenn er benötigt wird. Auf diesem Wege lassen sich bis zu 70 Prozent des benötigten Stroms selbst produzieren. 

Kein Wunder, dass das Interesse an Hausspeichersystemen wächst: Alleine in den ersten vier Monaten 2015 hat die KfW-Bank 40 Prozent mehr Speichersysteme gefördert als im Vorjahreszeitraum; beim EQOO-Hausspeichersystem beispielsweise liegt die durchschnittliche KfW-Förderung bei 2.500 Euro

Die Beispielrechnung

Machen wir eine Beispielrechnung: Bei einer PV-Anlage samt Hausspeichersystem kann man im Schnitt (5 kWp 4,6 kWh Speicher) von Anschaffungskosten von 18.000 Euro (netto) ausgehen. Minus 2.500 Euro Förderung ergeben sich 15.500 Euro (netto). Der Ertrag liegt bei einer durchschnittlichen Anzahl an Sonnenstunden etwa bei 4.600 kWh pro Jahr. Somit ergibt sich bei einem Strompreis von 30 Cent für einen Haushalt mit 4.000-kWh-Jahresverbrauch, von dem wiederum 70 Prozent durch eigenen Solarstrom gedeckt wird (= 2.800 kWh, die restlichen 1.800 kWh werden eingespeist), folgende Rechnung:Solarenergie speichern und selber nutzen

  • Stromkosten-Einsparung pro Jahr: 2.800 kWh x 30 Cent = 840 Euro
  • EEG-Vergütung: 1.800 kWh x 12,31 Cent = 222 Euro
  • Break Even: 15.500 € Anschaffung : 1.062 Euro Einsparung  = 14,5 Jahre

Die Investition in ein Hausspeichersystem hätte sich also schon nach gut 14 Jahren amortisiert – danach würde fünf, zehn, 15, 20 Jahre lang ganz konkret gespart! Nicht berücksichtigt werden können bei dieser Rechnung freilich Faktoren wie die künftige Strompreisentwicklung, die Höhe der Einspeisevergütung oder Steuervorteile. Zu erwarten ist indes, dass es sich künftig eher noch mehr rentiert, Solarstrom zu speichern und selbst zu nutzen.

Aus diesem Grund lohnt es sich für Hausbesitzer, die die Umwelt und ihr Budget schonen wollen, definitiv den Rat eines Experten einzuholen und sich eine Musterkalkulation erstellen zu lassen.