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Preisbestandteile Strom

Steuern und Abgaben

Steuern und Abgaben machen den größten Teil der Stromkosten aus. Es handelt sich hierbei um speziell energiespezifische Gesetze bzw. Steuern und um die übliche Umsatzsteuer.

Stromsteuer

Die Stromsteuer (oft auch Ökosteuer genannt) wurde im Jahr 1999 mit umgerechnet 1,02 ct/kWh eingeführt und dann schrittweise bis 2003 auf 2,05 ct/kWh erhöht. Weil auf den Endpreis des Stroms die Mehrwertsteuer von 19 % erhoben wird, gilt diese auch für den Ökosteueranteil.

 Stromsteuer-Entwicklung    
 1999    1,02 ct/kWh
 2000    1,28 ct/kWh
 2001    1,53 ct/kWh
 2002    1,79 ct/kWh
 seit 2003    2.05 ct/kWh

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G)
Im Jahr 2000 traten zwei weitere Gesetze in Kraft, die sich auf den Strompreis auswirken: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G). Hierin wurde festgelegt, dass die Energieversorger vorrangig Strom aus erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen abnehmen müssen. Zugleich wird die Energie aus diesen Quellen höher vergütet als konventionell erzeugter Strom. Diese zusätzlichen Kosten fließen in den Endpreis für die Stromkunden ein.
Im Jahr 2004 hat der Gesetzgeber das Erneuerbare-Energien-Gesetz überarbeitet. Dadurch wurden die Vergütungen, die Energieversorger an Betreiber von Anlagen zur regenerativen Stromgewinnung und von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zahlen müssen, nochmals angehoben. Dies führte zu einer Erhöhung des allgemeinen Verbrauchspreises.

Umlage nach §19 der Stromnetzentgeltverordnung
Die so genannte „Industrieumlage“ nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung beinhaltet die Befreiung stromintensiver Betriebe von den Netzgebühren.

Offshore-Haftungsumlage
Mit der Offshore-Haftungsumlage haften Verbraucher für bestimmte Risiken der Errichter bzw. der Betreiber von Offshore-Windparks, insbesondere bei einem verzögerten Netzanschluss, mit.

Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV

Große Stromabnehmer können sich dazu verpflichten lassen, zeitweise vom Stromnetz genommen zu werden. Für das Vorhalten dieser abschaltbaren Lasten erhalten diese Stromabnehmer ein Entgelt, das als Umlage für Abschaltbare Lasten auf alle Kunden bundesweit umgelegt wird.

Konzessionsabgabe

Einen dritten Faktor beim staatlichen Strompreisanteil stellt die so genannte Konzessionsabgabe (KA) dar. Energieversorger zahlen sie für die Nutzung von öffentlichen Verkehrswegen bei der Verlegung von Strom- und Gasnetzen. EWE entrichtet die Konzessionsabgabe direkt an die Kommunen, also z. B. an die Gemeinden. Die Höhe dieser Abgabe richtet sich dabei nach der Einwohnerzahl der Kommune.

Mehrwertsteuer
Der Nettostrompreis wird wie bei allen anderen Produkten mit 19 % Mehrwertsteuer belastet.



Energiekosten

EWE kauft Strom an Handelsplätzen zu einem Marktpreis ein, der sich im Wesentlichen durch Angebot und Nachfrage bildet. Steigt die Nachfrage nach Strom, so steigen die Strompreise an den Strombörsen. Bei sinkender Nachfrage nach Energie bzw. Energieträgern fällt der Preis. Die Höhe des Börsenpreises bestimmt den Einkaufspreis für die Energieversorger.
Auch die Kosten für den Vertrieb bilden einen kleinen Bestandteil der Energiekosten.

Netzkosten

Über Verteilnetze gelangt der Strom vom Kraftwerk zum Kunden. Dafür müssen die Energieversorger an den Netzbetreiber Entgelte zahlen. Die Höhe dieser Entgelte wird von der Bundesnetzagentur genehmigt. Die Netzkosten können je nach Region unterschiedlich hoch ausfallen. Netzentgelte fallen dabei in erster Linie für den Betrieb, die Instandhaltung und den weiteren Ausbau der Netze an.