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Preisbestandteile Erdgas

Steuern und Abgaben

Steuern und Abgaben machen etwa ein Viertel des Erdgaspreises aus. Es handelt sich hierbei um speziell energiespezifische Gesetze bzw. Steuern und um die übliche Mehrwertsteuer.

Energiesteuer
Das Energiesteuergesetz wurde im Jahr 2006 eingeführt. Es regelt die Besteuerung von unterschiedlichen Energiearten. Für die Verwendung von Erdgas fällt pro Kilowattstunde ein Steuerbetrag von 0,55 Cent an. Weil auf den Endpreis des Erdgases die Mehrwertsteuer von 19 % erhoben wird, gilt diese auch für den Energiesteueranteil.
 
Konzessionsabgabe
Einen weiteren Faktor bei den staatlichen Erdgaspreisanteilen stellt die so genannte Konzessionsabgabe (KA) dar. Energieversorger zahlen sie für die Nutzung von öffentlichen Verkehrswegen bei der Verlegung von Strom- und Gasnetzen. EWE entrichtet die Konzessionsabgabe direkt an die Kommunen, also z. B. an die Gemeinden. Die Höhe dieser Abgabe richtet sich dabei nach der Einwohnerzahl der Kommune.
 
Mehrwertsteuer
Der Nettoerdgaspreis wird wie bei allen anderen Produkten mit 19 % Mehrwertsteuer belastet.

Energiekosten inkl. Vertrieb

Ein Großteil des benötigten Erdgases wird aus dem Ausland importiert, vorwiegend aus Norwegen, den Niederlanden und Russland. Um die Erdgasversorgung dauerhaft sicherzustellen, wurden mit den Erdgaslieferanten langfristige Bezugsverträge abgeschlossen. Die Höhe des Handelspreises bildet sich im Wesentlichen durch Angebot und Nachfrage nach Energie bzw. Energieträgern. Die Preisbildung erfolgt mit einer geringen zeitlichen Verzögerung unter Berücksichtigung der Entwicklung des Ölpreises. Steigt die Nachfrage nach dem Energieträger Öl, so erhöhen sich damit auch die Preise für Erdgas und die meisten anderen Heizenergieträger. Bei rückläufiger Nachfrage nach Öl hat diese Bindung fallende Energiepreise zur Folge.
Auch die Kosten für den Vertrieb sind Bestandteil der Energiekosten, doch machen sie nur einen sehr geringen Anteil aus.

Netzkosten

Über Verteilnetze gelangt die Energie von der Erdgasquelle zum Kunden. Dafür müssen die Energieversorger an den Netzbetreiber Entgelte zahlen. Die Höhe dieser Entgelte wird von der Bundesnetzagentur genehmigt. Die Netzkosten können je nach Region unterschiedlich hoch ausfallen. Netzentgelte fallen dabei in erster Linie für den Betrieb, die Instandhaltung und den weiteren Ausbau der Netze an.