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Frage: Was ist die Umlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung und welche Position vertritt EWE gegenüber dieser Umlage?

Antwort:

Seit 1. Januar 2012 ist die so genannte „Industrieumlage“ nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung ein zusätzlicher Bestandteil des Strompreises.
§ 19 der Stromnetzentgeltverordnung ermöglicht stromintensiven Industriebetrieben die Beantragung einer vollständigen Befreiung von den Netzentgelten. Voraussetzung dafür ist, dass die Abnahmestellen mindestens 7.000 Benutzungsstunden und mindestens 10 Gigawattstunden Stromverbrauch im Jahr aufweisen. Die bisherige Regelung sah für energieintensive Betriebe mit diesen Abnahmezahlen ein individuelles Netzentgelt vor, das nicht weniger als 20 Prozent des allgemeinen Netzentgelts betragen durfte. Die aus der Entlastung der stromintensiven Industrie entstehenden Kosten, in Höhe von 0,151 Cent pro Kilowattstunde werden, anders als bisher, nicht mehr über die Netzentgelte finanziert, sondern in Form einer Umlage auf alle Letztverbraucher verteilt.

Die Industrieumlage ist eine politisch gewollte Umlage, die EWE nicht weiter kommentiert. EWE muss diese Umlage, wie auch alle anderen Energieversorgungsunternehmen, in den Strompreis des Kunden mit aufnehmen und an den Übertragungsnetzbetreiber weiterleiten.