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Frage: Warum rechnen wir eigentlich von Kubikmeter (m³) in Kilowattstunden (kWh) um?

Antwort:

Ihr Erdgaszähler misst die gelieferte Erdgasmenge in Betriebskubikmetern (m³). Die gemessene Erdgasmenge finden Sie in der Rubrik "Zählerangaben" auf Ihrer Rechnung wieder. Mit Hilfe der Zustandszahl und dem Brennwert (Hs) des gelieferten Erdgases wird die gemessene Erdgasmenge in die gelieferte Wärmemenge (kWh) umgerechnet. Die so ermittelte Wärmemenge wird zur Abrechnung gebracht.

Die Zustandszahl berechnet sich aus den Einflussgrößen Luftdruck, Übergabedruck und Temperatur des Erdgases und ist in der Regel ein konstanter Wert. Der Brennwert gibt an, wie hoch der Energiegehalt des gelieferten Erdgases ist. Da Erdgas ein Naturprodukt ist, unterliegt es in der Zusammensetzung den natürlichen Schwankungen und kann daher nicht als konstanter Wert angegeben werden.

Im Grundversorgungsgebiet der Region Ems-Weser-Elbe liefert EWE überwiegend Erdgas der Gruppe L mit einem Brennwert von ca. 9,5 - 10,5 kWh/m³. In einigen wenigen Gebieten in der Region Ems-Weser-Elbe liefert EWE Erdgas der Gruppe H mit einem Brennwert von ca. 11,0 - 12,0 kWh/m³. In den Grundversorgungsgebieten im Bundesland Brandenburg, auf der Insel Rügen und in Nord-Vorpommern beträgt der Brennwert des von uns gelieferten Erdgases der Gruppe H ca. 11,5 kWh/m³. Außerhalb der EWE Grundversorgungsgebiete speist EWE die Gasqualität ein, die der jeweilige Netzbetreiber vorgibt. Netzdienstleister geben auf ihren Internetseiten durchschnittliche Brennwerte für verschiedene Regionen bekannt.  Den genauen Brennwert finden Sie auf Ihrer Jahresrechnung, er wird als Jahresdurchschnitt für Ihre Region ermittelt.

Warum nehmen wir diese Umrechnung vor? Hierdurch wird gewährleistet, dass ortsbedingt verschiedene Gasqualitäten einheitlich und kundengerecht berechnet werden. Natürlich entspricht die Umrechnung - also die Ermittlung der gelieferten Wärmemenge (kWh) - den gesetzlichen Vorgaben. Kompliziert, aber fair! Nur auf diese Weise ist eine gerechte Abrechnung gewährleistet, denn wir berücksichtigen dadurch nicht nur allein die Menge des gelieferten Erdgases, sondern auch die darin enthaltene Wärmemenge.