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Energieberatungsangebote für kommunale Gebäude

    Der Kampf gegen den Klimawandel und die steigenden Energiekosten sind für alle Kommunen eine große Herausforderung. Die Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Gebäude ist eine besonders effektive und wirtschaftliche Möglichkeit diesen Problemen zu begegnen. EWE unterstützt Kommunen hierbei mit genau auf die kommunale Situation zugeschnittenen Angeboten.

    Der EWE Energiebericht schafft Transparenz bei der kommunalen Energieverwendung und damit die Grundlage für die Auswahl lohnenswerter kommunaler Gebäude zur weiteren energetischen Analyse.

    Weitere Beratungsdienstleistungen von EWE helfen Kommunen konkrete energetische Maßnahmen für ihre Liegenschaften zu finden und umzusetzen:

    Im Gespräch: Bürgermeister Gerd Meyer, Visbek

    Visbek im Landkreis Vechta geht Schritt für Schritt vor: Nach dem ersten Energiebericht 2012 wurden bereits erste Maßnahmen eingeleitet. Der detaillierte Energiebericht machte Handlungsbedarf deutlich: verschiedene Gebäude hatten einen viel zu hohen Energieverbrauch. Jetzt soll der nächste Energiebericht zeigen, ob bereits erste positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Gerd Meyer, Bürgermeister der Gemeinde Visbek ist vom eingeschlagenen Weg überzeugt.

    Herr Meyer, was sind für Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus den bisherigen Schritten nach der ersten Erstellung des Energieberichts?

    Gezeigt hat uns der Energiebericht, dass auch teilweise ältere Gebäude noch eine sehr gute Energieeffizienz vorweisen, andererseits konnte bei einigen Gebäuden mit geringem Aufwand kurzfristig eine gute Energieeffizienz erreicht werden (z.B. Sporthalle in Rechterfeld, Visbek). Hier wurde insbesondere auch auf das Nutzerverhalten eingewirkt und hohe Einsparpotenziale erzielt. Die Schwachstellen sind durch den Energiebericht schnell identifiziert worden und die Effektivität der Maßnahmen im Folgebericht für jedermann nachvollziehbar.

    Sehr schnell wurde klar, dass an verschiedenen Gebäuden Handlungsbedarf besteht. Wie sind Sie dem gerecht geworden und welche Reaktionen gab es darauf?

    Es wurde eine Detailberatung für die Sporthalle in Rechterfeld durchgeführt, um herauszufinden wo die genauen Schwachpunkte/Energieverluste sind. In der Turn- und Schwimmhalle wurden Sofortmaßnahmen zur Einhaltung der Trinkwasserverordnung sowie zur Energieeinsparung durchgeführt.

    Des Weiteren wurde eine Hausmeisterschulung durchgeführt. Eine Sensibilisierung der Nutzer und eine Veränderung des Nutzerverhaltens haben hier zu entsprechenden Einsparungen geführt. Beim großen Schulzentrum (Benedikt-Schule) findet derzeit ein Architektenwettbewerb statt. Hier stehen erhebliche Investitionsmaßnahmen an, insbesondere auch im Bereich der energetischen Sanierung. Die Schule hat den größten Energiebedarf unserer Liegenschaften und bietet ein erhebliches Einsparpotenzial.

    Ihnen ist wichtig, dass Mitarbeiter und Nutzer der Liegenschaften mitgenommen werden. Wie ist das am besten möglich?

    Rat und Verwaltung der Gemeinde Visbek wurden seitens der EWE detailliert über die Ergebnisse des Energieberichtes in einer öffentlichen Ausschusssitzung informiert. Alle Liegenschaften wurden vorgestellt und mögliche Einsparpotenziale aufgezeigt. Persönliche Gespräche, konkrete Handlungsempfehlungen und Hinweise zum Nutzerverhalten sowie der „Schwarz auf Weiß“ vorliegende Energiebericht haben hier Nutzer und Mitarbeiter überzeugt und in kurzer Zeit zu erheblichen Einsparungen geführt.

    Sehen Sie neben den kommunalen Gebäuden Handlungsbedarf z. B. im Bereich Straßenbeleuchtung und Klärwerk?

    Das Klärwerk wurde in den Jahren 2011 bis 2013 grundlegend saniert. Die entsprechenden Energieeinsparungen müssten im Energiebericht 2014, für das Jahr 2013 deutlich werden. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED wird seitens der Gemeinde Visbek seit dem Jahr 2012 bei Ersatz bzw. Neuinstallation Zug um Zug umgesetzt. Mögliche Förderprogramme und eine drastische Reduzierung der Kosten pro Lichtpunkt sollen im Rahmen eines Umrüstungskonzeptes geprüft werden.